Die Auferstehung des WracksHeute war die Mitteldistanz in Podersdorf. Wenn man will, kann man das auch als Duathlon machen, sofern man über 1,50 m groß ist. Tiefer ist der See nicht und momentan ist der Wasserstand noch etwas niedriger als normal.
Nachdem wenig Wind angesagt war, kam über Nacht aber doch mehr Wind auf und es wurde wieder ein Kampf gegen die Wellen. Nicht so schlimm wie 2009, aber die 37 Minuten hätte ich bei ruhigem Wasser deutlich unterboten. Die heimlichen Gehversuche einiger Athleten waren lustig anzuschauen. Neben mir einer, dessen Kopf fürs Schwimmen etwas zu weit rausguckte. Wenn der über 1,20 m groß war hat der sich nur am Boden abgedrückt. Ich habe ihn trotzdem schwimmend überholt
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Radfahren war dann richtig geil. Laut späterer Aussage meines Zeltnachbarn waren es zwar nur 88 km, aber die gingen in exakt 2:30 weg. Jede Runde konstant in 50 min. Mein Garmin hat beim Schwimmen noch brav die Strecke aufgezeichnet, ab dem Radfahren aber nur noch die Geschwindigkeit exakt angezeigt und keine Wegepunkte oder distanz mehr erfast. Beim Laufen dann genauso. Aber dann war es wohl doch "nur" ein guter 35er-Schnitt, nachdem ich mich gefreut hatte, endlich mal einen 36er auf der MD gefahren zu sein. Der Wind vom Schwimmen war beim Radfahren aber nicht wirklich störend.
Bis dahin wusste ich ja nicht, was mein sich normal anfühlender Oberschenkel beim Laufen machen würde. Also einfach losgetrabt. Es stellte sich zunächst ein 4:50er-Schnitt ein. Nach einer Runde (10,5 km) bei 51:15. Die zweite wurde dann etwas zäher, bei den Verpflegungsstellen ein paar Sekunden mehr verbracht, um Schwämme auszudrücken. Die 1:15 "Guthaben" habe ich dann exakt verbraucht, zweite Runde nach 1:45 beendet und die letzten 100 m ins Ziel. Motto: 5er-Schnitt geht immer
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Endzeit war dann 4:57irgendwas, das Ziel vor dem Oberschenkel waren Sub-5 gewesen.
Hat richtig Spaß gemacht und ich bin total erleichtert, dass der Oberschenkel gehalten hat. Jetzt kann Walchsee kommen.
Da es morgen nicht so tolles Wetter sein soll, haben wir spätnachmittags das Zelt trocken abgebaut und sind nach einem leckeren Essen nach Wien zurückgefahren.
Der Wettkampf ist irgendwie
unspektakulär, aber hervorragend organisiert. Ist auf jeden Fall eine Reise wert (wenn die für die meisten nicht so weit wäre)
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P.S. also unspektakulär organisiert, das sollte nicht gegen den Wettkampf gemeint sein.