FMMT hat geschrieben:
...
Etwas kritischer als die nicht ganz optimalen Blutwerte ist momentan immer wieder die häusliche Stimmung (Pubertät usw.)
Ich befürchte fast, ich muss meinen Kumpeln absagen. In einer Woche beginnt unsere Schachsaison(9 Spiele, jeweils sonntags). Zwar hatte ich für mich in den letzten Monaten den Dreh gefunden(vorher Sport

und Feiern

, sonntags volle Konzentration aufs Spiel

und später einige Tage durchschnaufen

).
Wir schafften den Aufstieg, ich spielte so gut wie früher(zum Finale einen ungarischen Internationalen Meister geschlagen

)
Nirgendwo bin ich so talentiert und erfolgreich.Unser Team wurde von mir herangezogen und ausgebildet. Früher war mein Motto:Außer Intensivstation gibt es keine Ausrede nicht zu spielen
Tja, jetzt bin ich kein Vorbild mehr
Wenn ich mir außer dem besonders zu dieser Jahreszeit hohem Bürostress noch mehr auflade, befürchte ich, fehlt mir die wichtige Gelassenheit daheim zu vermitteln und motivieren. Eine glückliche Familie

ist mir wichtig, einen gewissen sportlichen Ausgleich brauche ich auch, sportlichen Ruhm hingegen nicht mehr.
Nach jetztigem Stand werde ich wohl pausieren, bis sich daheim die Lage beruhigt hat. Schach kann man zum Glück noch lange spielen. Echt schade halt, weil wir eine tolle Kameradschaft haben und ich sie jetzt im Stich lasse.
Entscheidung muss spätestens am Dienstag fallen, vorgewarnt habe ich sie schon.
Ich kann dich gut verstehen.
WENN das Kind (die Kinder?) abrutschen sollte, machst du dir ewig Vorwürfe!
Besser jetzt zurückstecken und für die Familie da sein, dann hast du es zumindest versucht.
Ich bin heilfroh, dass wir alle pubertierenden Phasen so schadenfrei überstanden haben. Bei der Großen war es mit 16 eine Zeitlang arg grenzwertig. Ausgerechnet ein paar Leute vom THW haben sie massiv beeinflusst in Richtung Drogen und Weltanschauung ("wer in DEM Alter mit seinen Eltern klarkommt, mit dem stimmt was nicht!") so eine gequirlte schei&&e und noch ganz andere Dinge meinte der Typi, den ich zu Jules Geburtstagsfeier vom Bahnhof abholte. Ich hätte ihn am liebsten sofort zum Bahnhof zurückgebracht

. Stattdessen
haben wir eine Kifferecke im Garten geduldet, und uns auch ansonsten weitgehend zurückgehalten, aber immer zugehört, wenn das Kind bereit war zu erzählen, und sie war so begeistert von dem Mist, den dieser Typ ihr eingeredet hat.... Das war echt ne harte Zeit, dagegen war die Gruftie-Phase mit 14 eher harmlos. Ebenso wie die Punkphase der Jüngeren. Solange sie die auslebt während der Zeit BIS zum Abi, ist doch alles gut. Jetzt schreibt sie ihren Bachelor und ist "handzahm", beinahe spießig
Also irgendwie alles richtig gemacht. Oder viel Glück gehabt. Oder beides.
Aber wenn ich mir vorstelle, eins der Kinder wäre uns entglitten, und ich hätte die Möglichkeit gehabt, ihnen mehr Zuwendung zu geben, aber meine Interessen hätten höhere Prio gehabt... Dann würde mir das vermutlich noch lange anhängen.
Du machst das schon ganz richtig, FMMT.
