Wie fast jedes Jahr starte ich in die Triathlon-Saison beim Ironmännli in Lustenau (A).
Dieses Jahr war mein Plan ja nicht 120% auf dem Rad zu fahren, damit ich mich nicht zu sehr abschieße – tja, rausgekommen ist eine neue PB in Lustenau mit einer mäßigen Schwimmzeit, einer fast perfekten Radrunde und einem sehr ordentlichen Lauf.
Wie immer sind wir mit einigen Vereinskollegen dort am Start und der Wettkampf macht einfach riesigen Spaß weil man sich vor der nächsten Phase der Vorbereitung auf längere Wettkämpfe dort so richtig austoben kann
Los ging es für mich um 9:50 Uhr da ich ja meine Schwimmzeit einschätzen kann und 10:30min angegeben hatte. Dieses Mal wollte ich einfach mal die vielen Tipps die ich über den Winter von unseren neuen Schwimmtrainern bekommen hatte beachten und umsetzen. Dass ich damit nicht unbedingt schneller werde habe ich zwar schon gemerkt, aber ich kam diesmal nach 10:50min deutlich entspannter aus dem Wasser und auch der erste Wechsel war mit 53 Sekunden inkl. Lauf vom Schwimmbad zum Rad; Helm, Brille und Schuhe anziehen und Lauf zum Ausgang der WZ wieder super. Das geht in Lustenau ratzfatz.
Dann rauf auf’s Rad und locker losgekurbelt da es im Ort ja noch einige Kurven gibt. Trotzdem habe ich hier schon einen 32er-Schnitt auf dem Tacho
– läuft ganz gut und jetzt geht es auf die ca. 8 Km lange Wendestrecke mit 2 Brücken und einer Unterführung die ca. 50 HM bedeuten – also eher nichts. Ich hab einfach pedaliert ohne groß auf den Tacho zu achten da ich erst einmal ein paar Leute einholen wollte und so nach und nach steigerte sich trotzdem die Durchschnittsgeschwindigkeit Richtung 34 km/h. Ich wollte ja irgendwann mal die 18,1 Km in 29:59min schaffen, aber dafür müsste ich einen Schnitt von 36,2 km/h fahren was ich heute nicht unbedingt vor hatte. Aber Wettkampf ist Wettkampf und daher habe ich nach dem Wendepunkt etwas beschleunigt, aber gefühlt immer noch etwas Reserven und auch an den besagten Brücken und Unterführungen habe ich kleinere Gänge gewählt und bin nicht auf Teufel komm raus im dicken Gang da durch. Natürlcih ist die Strecke wie in oft Österreich nicht komplett gesperrt und so kommt es vor, dass man durch Beschleunigen dem ein oder anderen Auto und/oder Radtouristen auf der Strecke ausweichen muss.
Und jetzt wird es lamgsam interessant denn (wenn ich es richtig auf dem Tacho ablesen kann)
ist der Schnitt in der Zwischenzeit dank Rückenwind bereits bei 35,5 km/h und es läuft richtig klasse. So macht Radfahren richtig Spaß
Auch in Lustenau fahre ich die vielen Kurven sehr zügig, aber achte auch darauf nicht zu stürzen. Mit Vollgas geht es auf die Markierung zum Absteigen an der Wechselzone zu und als ich sicher vom Rad gestiegen bin, drücke ich die Zwischenzeit und laufe zu meinem Wechselplatz – aber was ist jetzt los ? Auf meinem Platz steht bereits ein Rad und jetzt ? Erst nach einigen Sekunden realisiere ich dass ich diesmal die 105 und nicht die 95 habe und endlich kann ich mein Rad abstellen und Socken und Laufschuhe anziehen. Normalerweise sind für 5 Km Socken nicht nötig, aber seit einiger Zeit bekomme ich mit den Triathlonschuhen sofort Blasen wenn ich ohne Socken laufe. Natürlich bekomme ich einen Socken nicht vernünftig an und verliere noch einmal ein paar Sekunden bevor ich endlich auf die Laufstrecke kann.
Schnell noch die Uhr abgedrückt und los geht’s.
Ok, die Beine fühlen sich erstaunlich gut an; also mal schauen ob es für einen 5er-Schnitt und damit eine Zeit knapp unter 25 Minuten langt denke ich und so steht nach Km 1 eine 4.35min auf der Uhr. Oh, ganz schön flott, aber wenn ich denke dass ich hier auch schon 4:20 min/km laufen konnte – allerdings nicht mitten in einer LD-Vorbereitung
Normalerweise braucht man für 4,8 Km ja nichts zum Trinken aber ein kleiner Schluck an der VP tut gut und der Rest kommt zur Abkühlung über den Kopf. Durch die vesetzten Startzeiten ist die Laufstrecke gut gefüllt und man kann sich immer ein neues “Opfer” zum Überholen ausspähen bevor es nach dem Wendepunkt wieder zurück geht. 6mal geht es an Start/Ziel vorbei wo immer eine klasse Stimmung herrscht die einen noch mehr voran treibt. Km 2 geht in 4:43min vorbei und Km 3 dann wieder in 4:40 min. So 4:40 min/km scheint mein optimales Lauftempo für heute zu sein und so geht es flott weiter auf die letzte Runde.
Die letzten 800m schaffe ich dann dank Zielsprint in 4:29 min/km und als ich die Gesamtzeit stoppe und 1:05:56h sehe kann ich es gar nicht glauben – hatte ich doch eher mit 1:09h spekuliert.
Bei der Auswertung der Zwischenzeiten sehe ich dann dass tatsächlich nur 22 Sekunden beim Radfahren für die 29:59 gefehlt haben.
Hier mal die offiziellen Zeiten:
Code:
105 Schmid, Andreas Sportfreund Team SSV Ulm 1846 0:11:03 (26.) 00:53 0:30:28 (22.) 01:24 0:22:04 (21.) 1:05:53.9
Der nächste geplante Wettkampf ist dann die Mitteldistanz in Lauingen wo ich die ganze Sache deutlich entspannter angehen werde