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 Betreff des Beitrags: Der Hitler-Fred
BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 09:12 
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Admin-Emu
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Hat noch jemand den Zweiteiler gesehen? Ich fand den Film sehr gut. Es gab im Endeffekt keine Helden, nur Verlierer. Man sah auch sehr gut, wie krank die ganze Sache und die Führer waren: Hitler verschiebt im sicheren Bunker auf der Karte Truppen, die es gar nicht gibt, während über ihm die Berlinder verrecken, Goebbels` Frau bringt ihre 6 Kinder im Schlaf um, übereifrige Offiziere erschießen sich selbst -- einfach alles krank!

Gerade mal 60 Jahre her. Immer wieder erschreckend zu sehen, zu was Menschen fähig sind...

http://www.der-untergang.de/

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 09:22 
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standing Emu
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Na, ob das wirklich alles so war. Schliesslich ham sich ja fast alle umgebracht.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 09:27 
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Film Emu
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Dreikämpfer hat geschrieben:
Na, ob das wirklich alles so war. Schliesslich ham sich ja fast alle umgebracht.


spielt das eine rolle?
es gibt ja immer noch zuviele idioten für die hitler ein vorbild und ein held ist.
ich finde es richtig ihn von seiner kränksten seite zu zeigen.
eine abgrundtief hässliche fratze des bösen :twisted:

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you gotta fight for your right to paaaaarty


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 09:48 
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Admin-Emu
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Dreikämpfer hat geschrieben:
Na, ob das wirklich alles so war. Schliesslich ham sich ja fast alle umgebracht.


Es gab aber auch genügend Zeitzeugen, die dabei waren und noch in diesem Jahrtausend lebten. Am Ende ist es natürlich immer nur ein Nachspiel und nie das Original. Der Wahnsinn kam aber gut rüber. Meiner Meinung nach kam Hitler noch zu gut (zu menschlich) weg.

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:05 
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Rote Socken Emu

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Ja, ich hab´s gesehen.
Ich habe auch den Film im Kino gesehen.
Ich denke mal, das Stimmungsbild der damaligen Zeit ist gut rübergekommen. Es waren einige kleinere Szenen, die mich bewegt haben, wie z.B. der Greiftrupp der 5 Tage vor Kriegsende durch die Strassen zieht um Verräter aufzuknüpfen. Der Selbstmord des Hitlermädchens Inge mit zum Hitlergruß gestreckter Hand. Wenn Menschen von einer Sache überzeugt sind und durch Hirnwäsche entsprechend fanatisiert sind, dann ist alles möglich.
Ich sitze heute mit Abscheu vor dem TV, aber wie hätte ich mich vor 70 Jahren verhalten? Wäre ich für meine sozialdemokratische Überzeugung notfalls ins KZ gegangen? Hätte ich mich der weißen Rose angeschlossen? Wäre ich Nazi gewesen? Ich kann es aus heutiger Sicht nicht ehrlich beantworten.
Ich weiß nur, mein Großvater mütterlicherseits ist am 02.05.1945 in Berlin/Steglitz in der Edenkobener Strasse im Volkssturm gefallen. Meine Großmutter wollte ihn noch davon abhalten, aber er soll gesagt haben, das wäre seine Pflicht. Mein Großvater war kein Nazi, er war noch nicht mal in der Partei. Ich war vor ein paar Jahren per Zufall mal in der Edenkobener Strasse; ich habe mich hundeelend gefühlt.
Mein Großvater väterlicherseits war ein Nazi, zwar kein großes Tier, aber so groß. daß er von den Sowjets wahrscheinlich als Kriegsverbrecher in Danzig hingerichtet wurde. Das genaue Schicksal konnte nie geklärt werden.
Filme wie "Der Untergang" ermöglichen uns Spätgeborenen nur einen winzigen Einblick in die damalige Zeit. Ich gäbe was darum, wenn ich die Gelegenheit hätte, mit meinen Großvätern darüber zu reden.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:24 
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Eiermann U3 Emu

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keko hat geschrieben:
Es gab aber auch genügend Zeitzeugen, die dabei waren und noch in diesem Jahrtausend lebten. Am Ende ist es natürlich immer nur ein Nachspiel und nie das Original. Der Wahnsinn kam aber gut rüber. Meiner Meinung nach kam Hitler noch zu gut (zu menschlich) weg.
Ich kenne nur die Kinoversion. Ich fand die "menschliche" Darstellung garnicht mal so schlecht. Das entmystifiziert ihn doch auch viel mehr als irgendwelche historischen Fakten. Viel schlimmer fand ich den Gehorsam vor einem kranken Mann. Die Generäle waren zwar nicht immer seiner Meinung, aber hatten immer die Hosen voll, da sie nicht wußten, wer ihrer Kollegen im Zweifelsfall zu ihnen stehen wird. Keiner hat sich getraut zu wiedersprechen, als Hitler die nicht vorhandenen Armeen über die Karte geschoben hat.

@vb: Meine Opas sind auch im Krieg geblieben. Ich hätte mich gerne mal mit ihnen unterhalten. Aus meinen mittlerweile verstorben Omas war auch nicht viel rauszukriegen. "War eine schlimme Zeit" Selbst meine Eltern haben nach wie vor Fragen.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:27 
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Das Rennsemmel-Emu
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vb_man hat geschrieben:
Ich war vor ein paar Jahren per Zufall mal in der Edenkobener Strasse; ich habe mich hundeelend gefühlt.


Sorry, etwas OT - da ich als Jugendlicher jeden Tag durch diese Straße gelaufen bin im Training: wie kommt man da "per Zufall" hin?????

Und: es ist schwer vorstellbar, dass dort Krieg gewesen sein soll, wenn man das heute so sieht.

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:32 
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Das Rennsemmel-Emu
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Eisenmann hat geschrieben:
Die Generäle waren zwar nicht immer seiner Meinung, aber hatten immer die Hosen voll, da sie nicht wußten, wer ihrer Kollegen im Zweifelsfall zu ihnen stehen wird. Keiner hat sich getraut zu wiedersprechen, als Hitler die nicht vorhandenen Armeen über die Karte geschoben hat.


Da muß ich gar nicht weit schauen, um Menschen zu finden, die genau so agieren. Warum sollten solche Leute dann in einer vergleichbaren Situation anders reagieren?

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:38 
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Rote Socken Emu

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drullse hat geschrieben:

Sorry, etwas OT - da ich als Jugendlicher jeden Tag durch diese Straße gelaufen bin im Training: wie kommt man da "per Zufall" hin?????



Meine gesamte Familie mütterlicherseits stammt aus Berlin.
Eine meiner Großtanten wohnte bis 1989 in Steglitz.

Das wahnsinnige ist ja, heute erinnert nichts mehr an den Krieg (sofern man nicht weiß, wie es vorher ausgesehen hat) Aber das sind gerade mal 60 Jahre her, das ist nocht nicht mal ein Menschenleben. Als ich klein war, da war noch an vielen Häusern die weiße Aufschrift LSR aufgemalt. Das war die Bezeichnung für Luftschutzraum. In dem Keller, in dem meine Eltern 1965 die Kohlen und die Kartoffeln gelagert hatten, saßen 20 Jahre vorher verängstigte Menschen. Das ist heute so unvorstellbar.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 10:53 
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vb_man hat geschrieben:
Ich sitze heute mit Abscheu vor dem TV, aber wie hätte ich mich vor 70 Jahren verhalten?


Tja, gute Frage... :roll:

Die Sekretärin Traudl Junge übt ja im Nachspann Selbstkritk, indem sie sagt, dass man auch als junger Mensch zumindest hätte hinterfragen können.

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 11:05 
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Mit Faris zu Taco-Bell Geher
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vb_man hat geschrieben:
Ich sitze heute mit Abscheu vor dem TV, aber wie hätte ich mich vor 70 Jahren verhalten? Wäre ich für meine sozialdemokratische Überzeugung notfalls ins KZ gegangen? Hätte ich mich der weißen Rose angeschlossen? Wäre ich Nazi gewesen? Ich kann es aus heutiger Sicht nicht ehrlich beantworten.


Gut, dass kann man nicht wissen. Aber wir sind ja nunmal nicht in der damaligen, sondern in der heutigen Situation. Und da sollte es ja nicht schwer sein, sollte man meinen, begründet eine ablehnende Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus einzunehmen. Umso trauriger, dass es immer noch Deppen gibt, die Hitler für einen Helden halten.

Du musst dir also nicht das Versagen der damaligen Bevölkerung aufladen, es reicht ja, wenn man versteht, warum es so kam. Irgendwo muss das Verständnis dann aber auch ein Ende haben, weil man sonst handlungs- und entscheidungsunfähig wird. Stell dir mal vor, die Amis hätten damals gesagt: Unter den Umständen könnte uns das auch passieren, also halten wir uns mal schön raus aus den europäischen Problemen. Zum Glück kam es ja anders.

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 11:48 
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Rote Socken Emu

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Eisenmann hat geschrieben:
@vb: Meine Opas sind auch im Krieg geblieben. Ich hätte mich gerne mal mit ihnen unterhalten. Aus meinen mittlerweile verstorben Omas war auch nicht viel rauszukriegen. "War eine schlimme Zeit" Selbst meine Eltern haben nach wie vor Fragen.


Ist bei mir ähnlich.
Meine Großmutter hat es ihrem Fritz nie verziehen, daß er sich hat "totschießen" lassen und sie "im Stich gelassen hat". Sie ist ziemlich verbittert 1999 gestorben und hat nie über die damalige Zeit gesprochen; nur darüber, wie schlimm es ihr nach 1945 ergangen ist.

Meine Oma hat es nie wahrhaben wollen, daß ihr Julius tot war. Sie hat ihn auch nie offiziell für tot erklären lassen. In Ihrer Erinnerung hat sie ihn auf den Schild gehoben. Über seine Aktivitäten vor 1945 hat sie nie etwas erzählt, außer das alles wunderbar war. Meine Oma ist 1974 gestorben, da war ich 14; was hätte ich denn da fragen sollen? Ich habe meine Oma in wundervoller Erinnerung und das soll auch so bleiben.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 11:58 
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Admin-Emu
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Eisenmann hat geschrieben:
Aus meinen mittlerweile verstorben Omas war auch nicht viel rauszukriegen.


Ist vielleicht eine Mischung aus Schuldgefühl, Unwissenheit und Hilflosigkeit.

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 12:07 
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Rote Socken Emu

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Ulfila hat geschrieben:

Stell dir mal vor, die Amis hätten damals gesagt: Unter den Umständen könnte uns das auch passieren, also halten wir uns mal schön raus aus den europäischen Problemen. Zum Glück kam es ja anders.


Also wenn ich es richtig im Kopf habe, sind die USA erst nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour in den WKII eingetreten, worauf Deutschland dann den USA den Krieg erklärt hat.

F.D. Roosevelt wollte eigentlich neutral bleiben und die Außenpolitik der USA hat das deutsche Vorgehen gehen die Sowjets durchaus wohlwollend betrachtet. Das massive Eingrifen der USA in Europa geschah mehr auf Druck von Großbritannien und Frankreich; die humanitären Gründe hat man erst später dann bemüht. Am Schicksal der Juden waren die Amerikaner auch nur mäßig interessiert.
Jetzt nichts falsch verstehen; ohne die USA wäre der Nationalsozialismus nicht 1945 beendet worden.
Aber ich habe große Probleme für die Bombardierung von Hamburg, Berlin, Dresden, etc Dankbarkeit zu empfinden.

Wenn Deutschland damals den Schulterschluss mit den USA gesucht hätte, als Verbündeten gegen den Bolschwismus, dann sähe die Welt heute sicher anders aus.


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 13:19 
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vb_man hat geschrieben:
Aber ich habe große Probleme für die Bombardierung von Hamburg, Berlin, Dresden, etc Dankbarkeit zu empfinden.


Geht man anfangs vielleicht noch mit einer klaren Mission in einen Krieg, ab einem gewissen Zeitpunkt gibt es bei Kriegen nur noch Verlierer, es artet dann in einem sinnlosen, irrationalen Gemetzel aus.

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