Doch Noch Schlafen
- Triathlon Wolfenbüttel -
Vor einigen Wochen hatte mich Sören - mit ihm zusammen habe ich
im letzten Jahr ganz erfolgreich gestaffelt - beim Schwimmtraining gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihm zusammen beim Triathlon in Wolfenbüttel zu starten.
Ich war etwas verwundert: "Ich dachte, die wollten dieses Jahr einen Duathlon machen, weil das Freibad renoviert wird?!"
Darauf er: "Da hat es nicht genug Interessenten gegeben, deshalb haben sie umgeplant, und machen das Schwimmen im Hallenbad."
Da es immer Spaß macht, mit Sören auf Wettkämpfen zu sein, und weil das zarte Pflänzchen meiner Laufform - schließlich trainiere ich das seit der Anmeldung für Roth wieder regelmäßig - schon für eine Volksdistanz reicht, sagte ich ihm spontan zu.
An dem Wochenende war auch sonst eine Menge los: Samstags Familientreffen in Lüneburg, abends dann noch die schon seit Wochen mit Spannung erwartete große Party in der "Silberquelle" - Browntowns heißestem Szenetreff. Ohne Auto war das nicht zu machen, also habe ich mir ausnahmsweise mal das "Glücksauto" von Sixt gegönnt. Mein planerisches Talent wieder voll auspielend rief ich danach mein Schwesterchen an:
"Sag mal, könnnen MC und ich von Freitag auf Samstag bei Dir übernachten?"
"Ungern. Meine Jungs sind über das Wochenende weg, und ich bin froh, mal zwei Tage für mich zu haben."
"Äh.. ja.. Aber was ist mit dem Familientreffen bei Vater am Samstag?"
"Nachdem Tante Dörte gleich eine Einladungsmail an alle geschickt hat, trauen sie sich nicht, jemanden wieder auszuladen. Aber Lisa meinte, dass das eigentlich für die Alten ist, für die Geschwister und Cousins und Cousinen von Vater."
Ahja - wie gut, dass ich mit dem Mietwagen auf alle Eventualitäten vorbereitet war! Spontan fuhr ich samstags dann mit MC einen Tag zu einer Freundin. Er hatte dort zwei Jungs im gleichen Alter zum spielen, und ich konnte ohne Probleme eine große Sammlung Werkzeug mitnehmen, um ihr wie schon lange versprochen in ihrem neuen Haus, den Antrieb für das Garagentor zu montieren.
Als ich am späten Samstag Nachmittag nach Hause kam, wartete eine schöne Überraschung auf mich. Das Paket von Jens mit dem Scheibenrad war schon da! Und er hatte nicht zu viel versprochen, ein saugeiles Teil, genau das was ich gesucht hatte, und das Ganze zu einem Wahnsinnspreis! Denn eigentlich hatte ich mir eine Scheibe schon abgeschminkt: Mein Xentis Mark 1 ist ja nun wirklich kein schlechtes Laufrad. Und wenn man da etwas besseres haben will, wird es eigentlich richtig teuer. Aber zu dem Preis?! War das geil!
Natürlich bin ich dann etwas später auf die Party gekommen. Es musste noch ein Reifen auf die Scheibe geklebt, das Ritzel montiert, und die Schaltung eingestellt werden. Der Plan war, nicht viel zu trinken, und spätestens um zwei in der Falle zu liegen.
Aber - Ihr ahnt es wahrscheinlich schon - Pläne und ihre Einhaltung, sind eine ganz große Stärke von mir. Um sechs habe ich
sie denn nach Hause gebracht, sehr guter Laune und total betrunken.
Als um halb acht der Wecker klingelt, hatte sich an meinem Zustand nicht viel geändert. MC hatte die Situation auch nach Kräften ausgenutzt, und schlief nach der Party, die Thomas und Anja extra für die Kids organisiert hatten, auch noch tief und fest. Frohen Herzens dreht ich mich um, und wurde ein paar Stunden später von MC mit einem Kaffee geweckt. Am späten Nachmittag war ich dann wieder so weit hergestellt, dass ich die Scheibe mal probefahren konnte. Zur Feier des Tages, und um den martialischen Eindruck der Speedmashine im vollen Raceoutfit etwas abzumildern, trug ich dabei mal ausnahmsweise den Supergrobi. Wie könnte es anders sein? - Mit der Scheibe stieg mein Schnitt mindestens um 1,5 km/h, ich bin mir auch ohne Tachogedöns ganz sicher, nach so vielen Jahren spürt man das!
Das ist zwar schon etwas her, aber ich denke trotz der
leichten Planänderungen und des sportlichen Versagens immer noch sehr gerne an diese Wochenende; so wie es aussieht, ist das mit
ihr mittlerweile etwas "ernstes"...
Nur eine Frage bleibt: Was mache ich jetzt bloß mit dem Xentis Hinterrad?