Da das Thema "Über uns" heißt, hier aber noch niemand was zum besten gegeben hat, fange ich mal an, hier mein Privatleben vor euch auszubreiten....
Geboren irgendwann im Jahr 1964 im hohen Norden der Bundesrepublik hat es mich mit 18 Jahren nach Berlin verschlagen, um dort zu studieren und, nachdem ich die Glimmstengel irgendwann nicht mehr sehen konnte, anzufangen Sport zu treiben.
Das war Sylvester 1989/90.
Ich bin dann im Januar das erste Mal in meinem Leben 2,5km am Stück gelaufen, war total fertig, hatte heftigste Seitenstiche und tags darauf Muskelkater, aber das ganze hat mich so motiviert, dass ich mich sofort zu den 25km de Berlin (damals auch der Franzosenlauf genannt) und zum Berlin-Marathon anmeldete. Man braucht ja schließlich Ziele
Ich habs dann auch tatsächlich irgendwie hingekriegt, diesen 25km Lauf in einer Zeit von 2:28 und selbst den Berlin-Marathon in 4:13 zu finishen.
Weil ich mir im gleichen Jahr noch ein Rennrad gekauft habe (Benotto mit 105er Ausstattung), meldete ich mich auch gleich zum ersten Volks-Triathlon an. Der wurde von den Weltraum-Joggern ausgerichtet und fand in und an der Krummen Lanke in Berlin statt. Damals wurde die Triathlon-Ordnung wohl noch etwas lascher gehandhabt, da man uns gestattete, mit Bauhelmen zu starten. (wir hatten schlichtweg noch keine Radhelme und vermutlich glaubten die Veranstalter, wir wären arme Ossies, die sich sowas noch nicht leisten können)
Der Volkstria war voll in Ordnung, nur kristallisierte sich schon früh meine Schwimmschwäche heraus. Ich stellte beim Kraulschwimmen irgendwann fest, dass keiner mehr um mich herum war. Bei näherer Betrachtung musste ich feststellen, dass ich aufgrund von Orientierungsschwierigkeiten im 90° Winkel "abgebogen" war und in die falsche Richtung geschwommen bin. Den Rest der Strecke legte ich Brust schwimmend zurück. Hinter mir kamen dann noch ein paar Enten aus dem Wasser. Meine Endzeit lag bei 1:30 für 0,8-18-5, und ich habe immer noch das Finisher-Shirt
Unser Team-Name lautete damals "Ouzostar Team Berlin", hervorgegangen aus einer durchzechten Nacht, in der wir uns in volltrunkenem Zustand die Laufklamotten angezogen haben und nachts durch den Wald gejoggt sind.
Meine sportliche "Karriere" dauerte ungefähr bis Ende 1995. Dabei machte ich pro Jahr im Schnitt zwei Marathon und wenn's sich nicht vermeiden ließ, auch einen Triathlon mit. Danach kam der große Durchhänger, bedingt durch zuviel Arbeit und Familie.
Ich lief zwar noch sporadisch und fuhr auch ab- und zu Fahrrad, aber insgesamt betrachtet, kamen vielleicht 200km Laufen und 100km Fahrrad im Jahr zusammen
Den Durchhänger beendete ich im Jahr 2003 und um mich zusätzlich zu motivieren, meldete ich mich für den Berlin-Marathon an. Die Zeit habe ich nicht mehr im Kopf, sie war jedenfalls so schlecht, dass ich mich auch gar nicht daran erinnern möchte. Sie lag auf alle Fälle aber deutlich U5 (was ja hier ganz wichtig ist

)
Und da Laufen allein doch etwas monoton ist, will ich mich wieder auf den Triathlon stürzen. Und den Rest könnt ihr hier ja in meinem Trainingstagebuch verfolgen.
Was mir hier gefällt, ist die Tatsache, dass alle etwas lockerer drauf sind, spontan genug sind, und oftmals anzutreffende Verhaltensmuster (ich bin Triathlet, ich habe ein tolles Fahrrad, ich bin cool) zu durchbrechen bereit sind. Wir sind einfach nur mittelmäßig bis gut begabte Sportler, die sich einen Wunsch erfüllen möchten
